Angriffe auf Ägyptens Regimegegner nehmen zu

Seit einigen Wochen sind Ägyptens Regimekritiker einer Flut von juristischen und gewalttätigen Angriffen ausgesetzt. Parallel schränken die Islamisten im provisorischen Parlament durch neue Gesetze die Grundrechte ein.

(Der Artikel erschien am 20.4.13 bei Deutsche Welle)

Öffentlich Kritik an Ägyptens Muslimbrüder-Regime zu üben, ist im Moment riskant: ein falsches Wort gegen den Präsidenten Mohammed Mursi oder Ägyptens Islamisten reicht, um wegen Beleidigung des Präsidenten oder des Islam angezeigt zu werden. Seit Mursis Machtübernahme gab es laut der „Egyptian Organisation for Human Rights“ (EOHR) ca. 600 offizielle Beschwerden gegen Medienschaffende. Die Muslimbrüder und ihr Präsident beschuldigen regimekritische Medien zudem regelmäßig, sie würden die Bevölkerung zu Gewalt anstiften. So kommt es, dass es nicht nur das Präsidialamt oder die Muslimbrüder selbst sind, die solche Gerichtsverfahren anstrengen, sagt Nihad Aboud von der „Association for Freedom of Thought  and Expression“, die sich für Pressefreiheit einsetzt: „Wenn der Staat Dir jeden Tag erzählt, dass die Medien zu Gewalt aufrufen und Hass verbreiten würden, kann man davon ausgehen, dass die Weiterlesen

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